Consumer Research + Packaging

19/10/2020

Da hat man schon intensiv an einem schönen Konzept gewerkelt, einen detaillierten Designentwurf erstellt und hat vielleicht sogar schon die ersten Dummys vor sich stehen. Der Stolz auf die Verpackung ist enorm und der Optimismus groß – man kann es kaum erwarten, bis man das Produkt alsbald im Supermarkregal strahlen sehen kann.
Aber halt – was sagt denn der Verbraucher?

Der Konsument ist König, wie schon oftmals erwähnt. Er steht am Ende des gesamten Produktionsprozesses und ist idealistischer Weise der Grund, weshalb ein bestimmtes Produkt produziert oder eine bestimmte Dienstleistung bereitgestellt wird. Das Produkt mitsamt seiner Verpackung wird für den Kunden exklusiv erstellt und im Idealfall genauestens an ihn angepasst. Logischerweise erfordert dies genaues Wissen über den Konsumenten.

Dieses Wissen kann man mittels professionellen Consumer Research Methoden wie Fokusgruppen-Moderation, Usability-Tests oder Online-Tests erworben werden und wichtige Informationen beinhalten wie vor allem die Erwartungen und Anforderungen des Konsumenten an Produkt und Verpackung, aber auch seine Verwendungsgewohnheiten und Grundhaltungen. Es zeigt uns auch, welche Probleme sie haben und, was am wichtigsten ist: wie sie sich fühlen, wenn sie eine Verpackung in der Hand halten. Was halten sie vom Verpackungsmaterial? Wie finden sie die gegebenen Informationen? Gefällt ihnen das Design? Können sie „herauslesen“, wofür die Marke steht?

Benutzerforschung bringt den Vorteil, dass man die Performance einer Verpackung in der realen Welt, mit realen Menschen, testen kann. Hier deckt man realistische Benutzerbedürfnisse auf und validiert die Grundlage für den Entwurf.

Der Zeitpunkt der Durchführung von Consumer Research ist wichtig. Offensichtlich wird hierbei, dass Consumer Research idealer Weise schon vor dem Designprozess durchgeführt werden sollte, um sich nachträgliche, zeit- und oftmals auch kostenaufwendige Anpassungen sowie Änderungen zu ersparen.

Was macht also nun gute Consumer Research aus? Der Unterschied zwischen guter und schlechter Research ist schlicht und einfach die Mitberücksichtigung und darauffolgende korrekte Miteinbeziehung der gewonnenen Informationen aus den Untersuchungen. Der größte Fehler, der meist begangen wird, ist schlichte Ignoranz der benötigten Vorarbeit für Research, der sehr aufwändig ist, sich schlussendlich aber definitiv lohnt. Wer also Consumer Research bereits im Plan integriert, ist schon einmal auf dem richtigen Weg. Fehlt nur noch die erfolgreiche Umsetzung der generierten Consumer Insights ins Design …