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Trend Paperization – Chancen, Probleme und Herausforderungen

Trend Paperization – Chancen, Probleme und Herausforderungen

Paperization heißt der Trend in der Packaging-Branche, bei dem es in erster Linie darum geht, Kunststoff durch Papier abzulösen. Das ist gut, schließlich sparen wir dadurch Plastikabfall und schützen die Umwelt, oder? Ja, das stimmt im Großen und Ganzen. Dennoch ist die Sache nicht so einfach, wie es im ersten Moment scheint, weder für die Natur noch für uns Menschen.

Papier und Umweltschutz – keine rein positive Beziehung

Bei genauerem Hinsehen zeigt sich: Die Produktion von Papier belastet die Umwelt nicht unwesentlich. Papier ist ein Erzeugnis aus Holzfasern, die mit Chemikalien versetzt sind. Bei der Herstellung wird viel Wasser und Energie verbraucht. Zudem ist das Abwasser aus Papier- und Zellstoffwerken durch den unvermeidbaren Einsatz chemischer Substanzen oft massiv belastet.

Des Weiteren darf man nicht vergessen, dass für Papier viele Bäume gefällt werden. Ungefähr jeder fünfte Baum, der weltweit gefällt wird, landet in der Papierherstellung. Holzfasern zählen zwar zu den nachwachsenden Rohstoffen, doch bis auch nur ein einziger Baum nachgewachsen ist, sind unzählige andere gefällt worden – ein extrem ungleichmäßiges Verhältnis. Der Holzeinschlag beschädigt und zerstört Ökosysteme, die für Mensch und Natur so wichtig sind.

Recyclingpapier hat die weitaus bessere Ökobilanz. Für dessen Herstellung braucht es bis zu 70 Prozent weniger Wasser und bis zu 60 Prozent weniger Energie. Ganz ohne frische Holzfasern geht es jedoch nicht, da die Quantität und Qualität der ursprünglichen Fasern bei der Aufbereitung von Altpapier abnimmt. Um qualitativ solides Papier zu fertigen, müssen also immer auch frische Holzfasern hinzugefügt werden. Der Anteil von Altpapier im gesamten Papierkreislauf kann maximal 80 Prozent betragen.

Es stellt sich auch die Frage: Ist Papier wirklich so gut recycelbar? Reines Papier: ja. Doch sobald es sich um einen Verbundstoff mit Kunststoff handelt, wird die Angelegenheit weitaus schwieriger – durch die aufwändige und manchmal sogar unmögliche Trennung der verwendeten Materialien. Verbundstoffe aus Papier und Kunststoff sind in der Verpackungsbranche keine Seltenheit, da reines Papier nicht auslaufsicher ist und Lebensmittel weniger gut vor dem Verderben schützt als Kunststoff.

Papiermangel als nicht zu unterschätzendes Problem

Mit dem Paperization-Trend soll Papier sozusagen die Weltherrschaft in der Verpackungsbranche übernehmen. Gleichzeitig sehen wir Europäer uns jedoch mit einem Papiermangel konfrontiert, der nicht mehr nur akut zu sein scheint. Es gibt verschiedene Gründe dafür, beispielsweise die Tatsache, dass asiatische Länder, allen voran China, verstärkt Altpapier in Europa aufkaufen. Das verträgt sich natürlich schlecht mit der Entwicklung, nach der immer mehr Firmen auf unserem Kontinent auf Papierverpackungen umsteigen (wollen) und somit der Bedarf an Papier steigt.

Was das für Auswirkungen hat?

– Die reine Papierversorgung ist in der Verpackungsbranche kaum gefährdet (für Verlage und Druckereien sieht die Sache hingegen auch diesbezüglich schlecht aus).

– Aber: Durch die gesteigerte Nachfrage bei gleichzeitiger Knappheit steigen natürlich die Preise.

Packaging aus Papier muss auch Kunden überzeugen

Eine weitere Schwierigkeit ist, dass der durch die Umweltgesetze zwingend erforderliche Umstieg auf Papierverpackungen für viele Unternehmen absolutes Neuland bedeutet. Ein beachtlicher Teil des Betriebsprozesses muss umgestellt werden. Es kann eine Zeit lang dauern, bis man mit den neuen Maschinen und Technologien vertraut ist und die Eigenschaften des gänzlich anderen Materials im Kontext der eigenen Produkte kennengelernt hat und erfolgreich mit ihnen umzugehen versteht.

Und dann gibt es da auch noch die Kundenseite: Wie nehmen sie das veränderte Packaging wahr? Wir wissen, dass es für Firmen eine immense Herausforderung darstellt, ihr Verpackungssystem völlig neu auszurichten, auch in Bezug auf die designspezifischen Aspekte. Gerne helfen wir Ihnen, das Maximum aus Ihrer neuen Papierverpackung herauszuholen, um weiterhin eine optimale Consumer Experience zu gewährleisten.

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